Kategorie: Kampagne

Sticker: 1,5 Grad und Berlin liegt am Meer

Berlin am Meer? Eigentlich eine coole Vorstellung – nicht mehr extra nach Hamburg, Rockstock oder sonst wohin fahren um das Meer vor der Haustür zu haben!

Aber wenn man sich mal überlegt, wieso das Meer in Berlin ankommt, vergeht einem jede Lust nach einer Strandparty vor der Haustür… Denn wenn Berlin am Wasser liegt, ist der Meeresspiegel bereits so stark angestiegen, dass Städte wie Hamburg und Bremen bereits gar nicht mehr existieren. Durch die Erderwärmung schmelzen Eismassen, Wasser dehnt sich aus und Land verschwindet. Und auch wenn Berlin nicht morgen und auch nicht in 10 oder 100 Jahren am Meer liegen wird… ist allein die Vorstellung, dass es jemals dazu kommen könnte höchst alarmierend.

Aber es geht nicht nur darum, dass Berlin am Meer liegen wird. Es geht auch darum, dass kleine Inselstaaten bereits stark um ihre Existenz kämpfen müssen, Küstenregionen überfluten! Es wird noch nicht genug getan, um das Ziel 1,5 Grad zu schaffen!

Vor 5 Jahren wurde im Pariser Vertrag festgehalten, die Erderwärmung deutlich unter 2 Grad zu halten – bei 1,5 Grad. Heute ist der Wert bereits bei 1,1 Grad! Ist das nicht alarmierend genug?

Nur weil aktuelle Schlagzeilen Corona und nicht mehr Erderwärmung oder Klimawandel lauten, schreitet der Klimawandel trotzdem weiter voran und darf keinesfalls an Aufmerksamkeit verlieren. Muss neben uns Eis schmelzen, ein Waldbrand oder eine Überschwemmung stattfinden bis wir anfangen zu handeln? Muss Berlin erst am Meer liegen, bis die gesamte Menschheit versteht, wie ernst die Situation ist?

Wir müssen jetzt handeln, JETZT und nicht später, denn später ist zu spät!

Sticker: Oma ist Schuld!

Nein, wir hassen nicht alle unsere Großeltern!
Aber ab und an überkommt mich eine riesen Wut, denn die Entscheidungsträger*innen von heute, die ja größtenteils im großmütterlichen Alter sind, scheinen vergessen zu haben, dass die Entscheidungen von heute das Fundament unserer Zukunft sind.

Wenn Angela Merkel sagt, man müsse jetzt agieren und auf die Wissenschaft hören und heute kürzer treten, um die Zukunft zu retten, meint sie nicht etwa den Klimawandel der meine, deine und auch ihre Zukunft infrage stellt. Nein! Frau Merkel benutzt in diesem Fall unsere Argumente, um Einsicht für die bestimmten Pandemie-Regelungen zu fordern.

Das Jahr 2020 war für uns alle schwer. Aber es hat uns eins gezeigt: Und zwar dass es möglich ist! Es ist möglich, die gesamte Gesellschaft lahm zu legen. Es ist möglich, dass Politik auf Wissenschaft hört und eine akute Bedrohung ernst nimmt. Es ist möglich, dass die Entscheidungen getroffen werden, die nicht leicht, sondern richtig sind.

Nur waren das leider nicht die Entscheidungen, die wir junge Menschen einforderten.
Die Corona-Pandemie bedroht vor allem die Älteren und Vorerkrankten. Agieren die alten weißen Damen und Herren im Bundestag also nur wenn SIE selbst betroffen sind?Vielleicht hilft es, ihnen die Schuld direkt zuzuschreiben!
Also:
Liebe alte, weiße Entscheidungsträger*innen!
Wir, eure Kinder und Enkel, drängen euch seit Jahren richtige Maßnahmen gegen den Klimawandel einzuleiten. Ihr seid schuld, wenn meine Kinder mich später fragen: „Warum habt ihr eigentlich nichts gegen den Klimawandel gemacht?“
Vielleicht liegt historisch gesehen die Schuld immer bei den Vorahnen. Aber Geschichte wird, in alt-eurozentristischer Tradition, von Gewinner*innen geschrieben. Doch im Klimawandel gibt es keine Gewinner*innen, sondern nur Verlierer*innen!
Wenn ihr untätig bleibt, werden die letzten Menschen euch nicht als Helden sehen, die Großkonzernen mehr Gewinn zugesprochen haben und so die Wirtschaft ankurbelten. Ihr seid dann die Bösewichte.
Und dann werden sie zu uns allen rufen: Oma, Opa, Mama, Papa ihr seid schuld!